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K+S kaufen


07.12.2000
BfG Bank

Der Dreivierteljahresbericht des K+S-Konzerns (WKN 716200) spiegelt die gute Geschäftsentwicklung dieses Jahres wider, so die Analysten der BfG-Bank.

Der Konzernumsatz sei gegenüber den ersten drei Quartalen 1999 um insgesamt 70 % auf über 1,5 Mrd. gestiegen. Dabei schlage jedoch die Erstkonsolidierung von Compo und fertiva, von BASF übernommene Pflanzen- und Gartenpflegeprodukte sowie Felddünger, zu Buche. Ohne diesen Einfluss habe der Konzernumsatz einen leichten Rückgang von knapp 1 % zu verzeichnen. Dies sei ausschließlich auf den stärker gesunkenen Umsatz im Salzgeschäft zurückzuführen.

Hier wirkten sich die witterungsbedingt niedrigere Verkäufe von Auftausalzen vom Jahresbeginn aus. Dagegen hätten die Geschäftsbereiche Entsorgung und Recycling sowie Dienstleistungen und Handel mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten glänzen können. Im größten Segment Kali- und Magnesiumprodukte sei die Geschäftsentwicklung erwartungsgemäß (+1%) verlaufen. Positiv habe sich hier das hohe US-Dollar-Niveau ausgewirkt.


Nicht so stark wie der Umsatz, aber mit ordentlichen zweistelligen Raten, seien die Ergebnisse gewachsen. Das Betriebsergebnis sei um 41% auf rund 105 Mio. € gestiegen. Ergebnisbelastungen ergäben sich bei fertiva und im Salzgeschäft (umsatzbedingt). Nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter verbleibe ein Plus von 28% auf 101 Mio. €. Nach den Übernahmen von Compo und fertiva wolle K + S weiter durch Akquisitionen wachsen. Bezüglich des Ausbaus von Compo seien derzeit drei Projekte in der Planung, von denen eins oder sogar zwei noch dieses Jahr abgeschlossen werden solle.

Außerdem solle das Industrieentsorgungsgeschäft erweitert werden. Mit der belgischen Solvay-Gruppe sei eine Absichtserklärung für ein Gemeinschaftsunternehmen im Salzgeschäft unterzeichnet worden. Hier sei noch die Genehmigung durch die Kartellbehörden abzuwarten. In dem Joint Venture solle das Salzgeschäft beider Konzerne mit Dritten gebündelt werden. Es dürfe einen Umsatz von ca. 300 Mio. und ein Ergebnis von 35 bis 40 Mio. € erzielen. Finanziert würden die anstehenden Akquisitionen u. a. über zurückgekaufte eigene Aktien.

K + S steuere auf ein Rekordjahr zu: das Ergebnis werde 2000 um mindestens 20% steigen und die Eigenkapitalrendite werde voraussichtlich oberhalb 20% liegen. Der Konzern baue seine schon gute Position im Düngemittelmarkt und den dazu passenden Randbereichen weiter aus. Angesichts des Düngemittelbedarfs, den eine wachsende Weltbevölkerung haben werde, seien die Perspektiven für K + S sehr günstig. Dies dürfe vor allem längerfristig höhere Wachstumsraten generieren. Mit einem KGV von unter 10 sei die K + S-Aktie sehr günstig bewertet.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher kaufen.




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